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n8n vs. Make vs. Zapier: Welches Workflow-Tool für den Mittelstand?

Vergleich der drei größten Workflow-Automation-Plattformen. Preise, Features, DSGVO-Konformität und unsere Empfehlung für mittelständische Unternehmen.

Chris Wentrup17. März 20264 Min

n8n vs. Make vs. Zapier: Welches Workflow-Tool für den Mittelstand?

Workflow-Automation verbindet deine Systeme und automatisiert Prozesse. Die drei bekanntesten Plattformen: n8n, Make (ehemals Integromat) und Zapier.

Alle drei tun im Kern das Gleiche. Trotzdem gibt es massive Unterschiede bei Preis, Flexibilität und Datenschutz. Dieser Vergleich basiert auf unserer Erfahrung mit über 50 produktiven Workflows im Mittelstand.

Die Kurzfassung

Wenn du nur 30 Sekunden hast: n8n ist unser klarer Favorit für den Mittelstand. Self-hosted, DSGVO-konform, unbegrenzte Workflows, keine Lizenzkosten. Make ist die beste Alternative, wenn dein Team keine technische Erfahrung hat. Zapier lohnt sich nur bei wenigen, einfachen Automationen.

Preisvergleich (Stand 2026)

Szenarion8n (self-hosted)MakeZapier
5 einfache Workflows0 EUR/Monat9 EUR/Monat19 EUR/Monat
20 Workflows, 10.000 Ausführungen0 EUR/Monat29 EUR/Monat99 EUR/Monat
50+ Workflows, unbegrenzt0 EUR/Monat99 EUR/Monat299 EUR/Monat
Server-Kosten (VPS)~10 EUR/Monatinklusiveinklusive

Bei n8n zahlst du nur den Server. Ein Hetzner VPS mit 4 GB RAM reicht für 100+ Workflows und kostet 5-10 EUR pro Monat. Die Software selbst ist Open Source und kostenlos.

Make und Zapier rechnen nach Operationen/Tasks ab. Bei vielen Workflows steigen die Kosten schnell. Ein Mittelständler mit 50 Workflows zahlt bei Zapier 300+ EUR pro Monat. Bei n8n: 10 EUR.

DSGVO-Konformität

Das ist für deutsche Unternehmen der entscheidende Punkt.

n8n: Du hostest die Software auf deinem eigenen Server. Die Daten verlassen nie dein Netzwerk. Volle Kontrolle. DSGVO-konform per Definition.

Make: Server in der EU (Irland). Verarbeitung durch ein tschechisches Unternehmen. DSGVO-konform per DPA (Data Processing Agreement). Deine Daten liegen aber auf fremden Servern.

Zapier: Hauptsitz und Server in den USA. Nutzung erfordert Datenverarbeitung in den USA. Für personenbezogene Daten im Mittelstand problematisch. Es gibt ein EU-DPA, aber die Daten werden trotzdem in die USA übertragen.

Flexibilität und Power

n8n gewinnt hier deutlich. Du kannst eigene Code-Nodes schreiben (JavaScript, Python), beliebige HTTP-Requests machen, Schleifen und Bedingungen verschachteln. Für komplexe Geschäftslogik gibt es keine Grenzen.

Make bietet einen starken visuellen Editor mit über 1.500 Integrationen. Für 80% der Anwendungsfälle reicht das. Bei komplexer Logik stößt man an Grenzen.

Zapier ist am einfachsten zu bedienen, hat die meisten Integrationen (6.000+), aber die wenigste Flexibilität. Komplexe Workflows mit Schleifen oder bedingter Logik sind kaum umsetzbar.

KI-Integration

Alle drei unterstützen KI-Modelle. Aber es gibt Unterschiede.

n8n: Native Nodes für Claude, OpenAI, Ollama (lokale Modelle), Hugging Face. Du kannst auch eigene Modelle über HTTP einbinden. AI Agent Node für komplexe KI-Workflows mit Tool Use.

Make: OpenAI und Claude über Drittanbieter-Module. Weniger Konfigurationsmöglichkeiten als n8n.

Zapier: OpenAI-Integration vorhanden. Claude-Integration eingeschränkt. Keine Möglichkeit, lokale Modelle einzubinden.

Für wen ist welches Tool?

n8n ist richtig für dich, wenn:

  • Du mehr als 10 Workflows brauchst
  • DSGVO-Konformität wichtig ist
  • Du (oder dein Partner) technische Grundkenntnisse hast
  • Du langfristig keine Lizenzkosten zahlen willst
  • Du KI-Modelle flexibel einsetzen möchtest

Make ist richtig für dich, wenn:

  • Dein Team keine technische Erfahrung hat
  • Du schnell starten willst (weniger Einrichtungsaufwand)
  • Du 10-30 Workflows brauchst
  • EU-Server reichen dir als DSGVO-Lösung

Zapier ist richtig für dich, wenn:

  • Du weniger als 10 einfache Automationen brauchst
  • Budget keine Rolle spielt
  • Du Wert auf die größte Auswahl an fertigen Integrationen legst

Unsere Erfahrung

Wir haben über 50 Workflows mit n8n gebaut. Angebotserstellung, Social-Media-Automation, E-Mail-Klassifizierung, KI-Reports, CRM-Synchronisation. Kein einziger Workflow hat eine Lizenzbeschränkung.

Der Server kostet uns 10 EUR pro Monat. Die Workflows laufen 24/7 mit 99.9% Verfügbarkeit. Die gleiche Infrastruktur bei Zapier würde über 500 EUR pro Monat kosten.

Fazit

Für den Mittelstand ist n8n die beste Wahl. Nicht weil es kostenlos ist (obwohl das hilft). Sondern weil du die volle Kontrolle über deine Daten und Prozesse behältst. Keine Vendor-Lock-In, keine steigenden Preise bei wachsender Nutzung.

Der Nachteil: n8n braucht einen Server und jemanden, der die Einrichtung übernimmt. Genau dafür gibt es uns.

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